Tonnenweise Giftgase auf Freising

Im März 2013 werden die Gerichtsverhandlungen über die 3. Startbahn beginnen. Obwohl alle Argumente des Für und Wider bekannt sind, muß doch eines nochmals betont werden: Unser aller Gesundheit.

 

 

 

Wenn die 3. Bahn kommt, sollen auf ihr nach den Planungen der FMG etwa 220000 Flugbewegungen im Jahr abgewickelt werden (600 Flugbewegungen pro Tag). Die Starts nach Westen werden wegen des vorgeschriebenen Sicherheitswinkels unweigerlich über die Stadt Freising führen, eine Tatsache, die der Bevölkerung nicht klar gemacht wird. Nach Osten landende Flugzeuge überqueren in geringer Höhe den Trinkwasserspeicher Freisings und Attaching in weniger als 100 m Höhe. Nun ist dem Bericht des Öko-Instituts e.V. Berlin (erstellt im Auftrag des Umweltbundesamtes) zu entnehmen, dass je Flugbewegung (LTO, Landing/Take Off) bei nationalen Flügen durchschnittlich mehr als 22 kg Schadstoffe ausgestoßen werden und bei internationalen über 110 kg. 220000 Flugbewegungen verseuchen demnach unser Stadtgebiet jährlich mit 4840 Tonnen Schadstoffen aus der Kerosinverbrennung, das sind über 13 Tonnen pro Tag. Wenn nur 10 % der Flugbewegungen auf Langstrecken entfallen, so erhöht sich diese Giftgasbelastung auf 6776 Tonnen pro Jahr oder über 18 Tonnen pro Tag, was dem Gewicht von etwa 10 Kleintransportern entspricht. Jeden Tag also ein 18 Tonnen - Giftcocktail aus Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen, Schwefeldioxid usw. für Freising durch die 3. Start- und Landebahn. Berichte über massive Gesundheitsbelastungen aus der Umgebung des Frankfurter Flughafens (Offenbach u. a.) lassen Schlimmes ahnen: die Orte werden bei Starts oder Landungen direkt überflogen, genau so wie es mit Freising (knapp 50000 Einwohner) geschehen soll. Man fragt sich schon, mit welchem Recht die Staatsregierung Planungen wie die 3. Bahn am Münchner Flughafen überhaupt zulässt und, weit schlimmer, auch noch gegen den erklärten Willen der Bürger durchboxen will. Ist sie damit näher am Menschen? Offensichtlich gibt es für die Vertreter unserer Regierung wichtigere Dinge als Gesundheit und Wohlergehen der Bevölkerung. Welche mögen das wohl sein? Oswald Rottmann Freising